Königstransfer, Garcia!

339Man wusste, dass es für Werder Bremen sehr schwierig in der Saison 2013/2014 werden würde. Es geht nur um den Klassenerhalt. Das böse Wort “Umbruch” wurde in den vielen Interviews ausgeschlachtet. Man will gestärkt auf die eigene Jugend setzen. So wurde gerade im Umfeld von Werder Bremen aufgeräumt. Es gab sehr viele Personalwechsel. Der Jugendkoordinator wurde entlassen und man hinterfragte sich selbst. Robin Dutt und Thomas Eichin sollen das operative geschäft nun in neue Bahnen lenken. Jetzt liegt Werder im Mittelfeld und der Verbleib in der ersten Liga ist fast erreicht!

So kann man ein vorläufiges Fazit ziehen:

Fakt ist, dass die eigene Jugend sich nicht wirklich durchgesetzt hat. Hauptsächlich wurden die jungen Spieler als Ergänzungsspieler eingesetzt. Der entscheidende Faktor, dass Werder sich neu erfunden hat, sind die externen Neuzugänge. Makiadi, Cardirolia, Di Santo und Garcia. Allesamt wurden Stammspieler. Allesamt sind Spielertypen, die über Kampf und Einsatzwillen kommen.

Jetzt klingt es so, dass der Wechsel zum Jugendstil gescheitert ist. Aber Jugendarbeit gilt nicht umsonst als ein mittelfristiges Konzept in einem Fußballunternehmen. Die zweite Mannschaft spielt erfolgreich in der Regionalliga, die Jugendmannschaften spielen regelmäßig oben mit, also wird wohl in den nächsten Jahren hoffentlich genügend neue Talente hoch, die sich zum Stammspieler in Bremen entwickeln können.

Trainer Robin Dutt will eine Mannschaft aufbauen, die nicht nur für Offensivfußball steht. So wurde der Schwerpunkt auf die Defensive gesetzt. Resultat war, dass es nicht mehr das schöne Spiel war, dass man in den letzten Jahren kannte. Es wurde fast schon Catenaccio gespielt. Aber die Resultate stimmten. Sobald Dutt meinte, dass der Zeitpunkt da wäre, das Spiel offensiver auszurichten, gab es emfindliche Niederlagen, die an alte Zeiten erinnerten. Also wieder zurück zur reinen Defensive. Die große Stärke ist in dieser Saison, dass Werder den Gegener totkämpft. Auf diesen Einsatz will dutt aufbauen. In den Spielen gegen hannover und Schalke in der Rückrunde, erkannte man nun, was Dutt für einen “Matchplan” hat. Es geht darum, dass man nah am Gegner steht. Die Zweikämpfe annimmt und dann über Ballsicherheit und Kombinationen schnell das Mittelfeld überbrückt und zum Torabschluss kommt. Dabei geht es nicht um die reine Dominanz, aber der Gegner soll zum Laufen gebracht werden. Oft wurde das Spiel auch schon im Mittelfeld verlagert. So musste der Gegner ungewohnte Wege gehen und Schnittstellen öffneten sich. Dann soll der Pass in die Spitze kommen. Ein Schwerpunkt wurde auch auf die Standards gelegt. So erzielte Prödl nach einem Standard das Siegtor gegen Hannover 96.

Wenn man sich nun die Tugenden anschaut, die Dutt einfordert, muss ein Name sofort fallen: Santiago Garcia. Der Neuzugang aus Palermo steht stellvertretend für die neue Spielphilosophie. Sieben Gelbe Karten und eine Ampelkarte in 17 Spielen zeigen, dass er keine Angst vor Zweikämpfen hat. Auf der seit Jahren vakanten Position als linker Verteidiger ist er bei dutt absolut gesetzt, wenn er nicht gesperrt oder verletzt ist. Garcia beweist auch, dass er sich selbst hinterfragt. Viele seiner Karten waren nicht unbedingt nötig. Er war eindeutig übermotiviert. Nach seiner Gelb/Roten-Karte wurde er sogar vom Sportgericht für zwei Spiele gesperrt. (Normalfall ist ein Spiel) Sein Spiel wurde abgeklärter auch außerhalb des Platzes ist sein Einsatzwillen zu erkennen. Er versucht so schnell wie möglich Deutsch zu lernen. Sein Deutschlehrer bei Werder Bremen bescheinigt ihm, dass er gute Fortschritte macht.

Bei all diesen Faktoren kann man behaupten, dass Garcia ein Königstranfer war. Jetzt geht es in der neuen Saison einen Ersatz für Aaron Hunt zu finden. Die Fans hoffen, dass Bremen einen ähnlichen Transfertreffer landen kann, wie bei Garcia.

 

 

 

djocp

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