Category Archive: International

Magath ist abgestiegen!!!

Da ist es passiert!- Magath hat es nicht geschafft ein Mannschaft vor dem Abstieg zu retten. Aber der Trainer ist natürlich nicht schuld. Wie schafft man es sich stilvoll aus der Affaire zu ziehen?- Man beschuldigt den Vorgänger. So meine Magath in einem Interview, dass sein Vorgänger 8 neue Leute im Winter  geholt habe und man so keine Mannschaft bilden kann.

Jetzt kommt nur die Frage auf: Meint Magath, dass Meulensteen zu viele oder zu wenige Spieler geholt hat?

Für eine Mannschaft braucht man ja bekannterweise mindestens 10 Feldspieler. Aber Magaths Erben bei Schalke und Wolfsburg sind auch bald wieder auf dem Markt! Seien es Annan, Polak oder auch Ali Karimi! Vielleicht kriegt Magath ja die Chance in Fulham mehr als 8 neue Spieler zu transferieren.

Hoffen wir wieder auf Transferwunder des Quälix. Ein Traditionsverein  oder vielmehr solch ein Stadion gehört einfach in die Premier League.

 

Continue Reading

Löw kann aufatmen!

Ganz Deutschland weint nach dem Aus in der Championsleague der Überbayern! Ganz Deutschland?-Nein! Der Mann, der hauptberuflich Vertreter einer Männerkosmetiklinie ist, freut sich.

Im Sommer steht für ihn ein Sommerturnier für Hobbymannschaften an. Er ist dort der Cheftrainer einer Mannschaft. Natürlich muss sich für ein solches Turnier eine vernünftig vorbereitet werden. Planungssicherheit ist dabei das A und O. Urlaubsanträge von vielen Teilen der Mannschaft waren noch nicht durch. Jetzt kam die Zusage vom bayrischen Arbeitgeber, dass die Mannschaft zusammen eine Bergwanderung in Tirol zur Teambuilding machen können. Die Teilnehmer freuen sich schon sehr darauf Kräuterlimonade mit den Kollegen in einer Berghütte zu trinken.

 

 

Continue Reading

Danke, Lukas!

 

lukas

In der heutigen Fußballwelt, in der schmierige PR-Berater, Rhetorik-Experten und Mediendirektoren die Aussagen der Fußballstars genauestens unter die Lupe nehmen, gibt es noch einen Mann, der sich gegen den heutigen verbalen Perfektionismus stellt: Lukas Podolski. Endlich wieder jemand, der sich in die legendären Aussagen von großen Fußballikonen einreiht wie Matthias Sammer, Paul Breitner oder auch Andy Möller. Wer kennt die berühmten Sprüche nicht? „Das nächste Spiel ist immer das nächste!“ „Alle hatten die Hosen voll, nur bei mir lief es ganz flüssig.“ „Und Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien.“

Noch heute begeistern solche Zitate die Fußballwelt. Ich möchte nicht darauf hinaus, dass der Fußball früher besser war oder die Fußballer noch echte Kerle waren. Die verbalen Ausrutscher einiger Kicker werden einfach sehr vermisst. Selbst kurz nach Abpfiff, wenn sensationsgierige Reporter auf den Platz eilen, um die frischesten Eindrücke zu erhalten, können heutzutage sogar schon die Profis die wortgewandten Journalisten verbal auskontern.

Umso mehr freue ich mich, wenn mein Fernseher läuft und Gerhard Delling zum Publikum sagt, dass nun Lukas Podolski am Mikrofon stehe. Da lacht das Herz. Ganz gespannt sitze ich dann vor dem Fernseher und lausche jedes Wort dieses, wie die Medien ihn beschreiben, direkten ehrlichen Mannes. Und dann kommen diese Aussagen wie „Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ oder „Jetzt haben wir Brust“.

Lukas Podolski schafft es den Fußball wieder zu vermenschlichen und zu zeigen, dass nicht alles perfekt sein muss. Seiner Beliebtheit schaden die, sagen wir, leichten verbalen Schwächen nicht. Ganz im Gegenteil das Nichtdenken steigert sein Ansehen in der Fanbasis.

Wünschenswert wäre es, wenn ihm andere Profis nacheifern würden, damit die Fußballherzen der Zuschauer vor dem Fernseher bzw. Radio wieder höher schlagen. Darum mein Plädoyer an alle PR-Berater: Lasst die Fußballprofis in Ruhe, Perfektionismus ist auf dem Platz gefragt und nicht neben dem Feld. Danke Prinz Poldi, dass du es verstanden hast.

Continue Reading

Schnellinger wird 75

 

Vize-Weltmeister-Schnellinger-wird-75_pdaArticleWide

Happy Birthday, Karl-Heinz!!!

Karl-Heinz Schnellinger wurde nun junge 75 Jahre alt und durch diesen runden Purzeltag, kommt uns natürlich das Jahrhundertspiel wieder in Erinnerung.

“Ausgerechnet Schnellinger.[...]!”

Juni 1970 in Mexico, Aztekenstadion: Es läuft die Nachspielzeit im Halbfinale Deutschland gegen Italien. Italien liegt mit einem Tor vorne. Grabuschewski setzt sich auf der linken Seite durch, flankt den Ball in die Mitte und Schnellunger grätscht in den Ball herein und markiert das Unentschieden. 100.000 Menschen im Stadion erleben nun das Jahrhundertspiel. Es wird wohl die verrückteste Verlängerung der Fußballgeschichte bleiben!

Nach starkem Kampf verliert die deutsche Nationalmannschaft mit 4:3. Also sind 5 Tore in der Verlängerung gefallen. Die Personen, die dies ermöglicht haben waren Grabuschewski (Vorlage) und Schnellinger (Torschütze). Der Italien-Legionär spielte schon seit Jahren in Italien! Achja, die verrückte Welt des Fußballs!

Alles Gute, Schnellinger!

 

Continue Reading

Bert “The Kraut” Trautmann

 

article-2370217-0010330700000258-196_634x614

Bernhard Carl Trautmann wurde am 22. Oktober 1923 in der Hansestadt Bremen geboren. Er spielte in seiner Jugend bei Tura Bremen im linken Mittelfeld. Während des 2. Weltkriegs kämpfte er als Fallschirmjäger an der westlichen sowjetischen Front. Dort geriet er in Kriegsgefangenschaft, konnte jedoch fliehen. Auf seinem Weg zurück in den Westen wurde er von den Briten festgenommen und wurde in ein Gefangenenlager zwischen Wigan und St. Helens gebracht später in ein Lager bei Liverpool. Bei Fußballspielen gegen andere Lager spielte er, wie er es schon in seiner Jugend gewohnt war, im linken Mittelfeld. Aber als ein Torwart fehlte, versuchte er sich in dieser Position und so begann eine ausnahmslose, beeindruckende Karriere.

Jeder Anfang ist schwer

Nachdem er aus der Gefangenschaft entlassen worden ist, blieb Trautmann auf der Insel. Er spielte bei einem kleinen Club namens St. Helens Town bis zu einem Freundschaftspiel gegen des großen Vereins Manchester City. Die Vereinsführung war von dem jungen deutschen Torwart begeistert, also verpflichteten sie ihn. Daraufhin entstanden große Protestbewegungen der Fans. Es wurden Demonstrationen aufgrund der nahen Weltkriegsvergangenheit veranstaltet. Aufschriften wie „Off with the German“ (Raus mit dem Deutschen) oder „Traut the Kraut“ waren immer wieder auf Plakaten der Fans sichtbar. Nach einem offenen Brief des Rabbis von Manchester an die Anhänger des Vereins ließ sich die Gegenbewegung etwas abschwächen. Aber erst die grandiosen Leistungen des Keepers verstummten die letzten Kritiker. In dem ersten Auswärtsspiel von Bert Trautmann (er wurde Bert genannt, da die Engländer nicht Bernhard aussprechen konnten) in London gegen den FC Fulham gaben selbst die gegnerischen Fans und Spieler Applaus wegen der überragenden Leistungen des Deutschen.

Ein ewiger Held wird geboren

Nach nur einigen Jahren durfte sich Trautmann zur Weltspitze zählen. Es war das Finale des FA Cups 1956 gegen Birmingham, als in der 75. Minute sich Trautmann wagemutig in eine Flanke hereinwarf. Er wurde von Peter Murphy am Nacken getroffen. Der Halswirbel war gebrochen. Dennoch spielte er weiter und verteidigte sein Tor eine weitere Viertelstunde lang. Nach diesen 15 Minuten konnte sein Team auch den verdienten Pokal in die Luft strecken. Das Spiel gewann das Team um Trautmann mit 3:1. Es gilt immer noch als medizinisches Wunder, dass der Torwart diesen Unfall überhaupt überlebte. Auch durch dieses Spiel wurde er englischer Fußballer des Jahres.

Und nun ist Schluss

Nach 639 Spielen beendete Bert Trautmann mit 41 seine Karriere bei Manchester City. 60.000 Zuschauern wohnten dem Abschiedsspiel bei. Er führte als Kapitän einer Manchester-Auswahl das Team aufs Feld, Teil der Mannschaft war unter anderem Bobby Charlton, der nach dem Spiel meinte, dass Trautmann einer der größten Fußballer aller Zeiten sei. Die Manchester-Auswahl spielte gegen eine englische Auswahl, die mit Tomm Finney und Jimmy Arfield antrat.

Nach einem Ende folgt immer wieder ein Anfang

Der ehemalige Weltklasse-Torhüter begann eine Karriere als Trainer. Stockport war seine erste Station, danach folgte Preußen Münster und somit die Rückkehr nach Deutschland. 1972 wurde er Nationaltrainer Burmas und konnte beachtliche Erfolge erzielen. Darauf folgten die Stationen Liberia und Pakistan. Zahlreiche Auszeichnungen schmücken ihn heute.

Trautmann gründete die gemeinnützige „Trautmann Foundation“, die sich für soziale Projekte mit Kindern einsetzt. 2004 zeichnete ihn Queen Elizabeth II mit dem Titel des „Honorary Officer of the Most Excellent Order of the British Empire” aus. 2008 bekam er die DFB-Nadel mit Brillant für die herausragende Präsentation des deutschen Fußballs in England. Unter anderem hat man ihm das Bundesverdienstkreuz und den Walther-Bensemann-Preis verliehen. Heute lebt er mit seiner zweiten Frau in der Nähe von Valencia. Mit fast 87 Jahren erfreut er sich bester Gesundheit. Trautmann ist vielleicht das beste Beispiel wie der Sport Barrieren aufbrechen kann. Ein Mann, der im 2. Weltkrieg gegen die Engländer kämpfte und sich dann in die Herzen der Briten spielte.

 

Continue Reading
Visit Us On Facebook